Katastrophen sind nicht mehr das „andere“ am Horizont, auf das mahnend verwiesen wird, sondern eine zukünftige Realität, für die es nun die geeigneten Fertigkeiten, Infrastrukturen und affektiven Dispositionen braucht. Damit stellt sich die Frage, welche Zukunftsorientierungen und -praktiken in einer Zeit entstehen, in der sich Gesellschaften jenseits der Schwelle verorten, ab der eine ökologische Katastrophe nicht mehr abzuwenden ist?
Die endzeitaktivistischen Warnungen, nach denen nicht mehr viel Zeit für eine klimapolitische Umkehr bleibt, sind verklungen. Nun weist eine neue Nüchternheit in Richtung anpassender, reparierender und vorbereitender Strategien.
In ihrem Vortrag widmet sich Christine Hentschel, Professorin für die Soziologie der Sicherheit und Resilienz an der Universität Hamburg, einer entstehenden Landschaft des Vorbereitens und der Vorsorge, in der auch ein neues Verhältnis zur Katastrophe eingeübt wird.
Über diese Neuorientierungen und Zukunftsplanungen in katastrophischen Zeiten wird Christine Hentschel im Anschluss mit Christian Dries ins Gespräch kommen.
Mitwirkende:
Prof. Dr. Christine Hentschel (Soziologie, Universität Hamburg)
PD Dr. Christian Dries (Günther-Anders-Forschungsstelle, Universität Freiburg)
Ort: Universität Freiburg, Platz der Universität 3, HS 1098
Beginn: 20.15 Uhr
Im Rahmen der verfügbaren Plätze ist der Eintritt frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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