Kirche Mariä Krönung
Am Schnittpunkt des Tales und Dorfmittelpunktes, wurde 1780/81 als Ersatz für die alte, baufällig gewordene Kirche ein neues Gotteshaus errichtet, das in der Folgezeit simultan durch evangelische und katholische Christen gemeinsam benutzt wurde. Im Innern erhielt die Kirche mit ihrem barocken Stil ein stark katholisches Gepräge. Die Kanzel wurde 1782 eingebaut. 1786 wurde der Altar und ein Jahr darauf die schwungvolle Umrahmung des Hochaltares mit vier korinthischen Säulen und einem kronenartigen Aufbau errichtet, die den Tabernakelaufbau überwölbt. Im Hintergrund befinden sich lebensgroße Figuren zur Krönung Marias durch die Heilige Dreifaltigkeit.
Der Hochaltar wird flankiert von den beiden Talpatronen Vitus und Sebastian, die seit dem Dreißigjährigen Krieg gegen ansteckende Krankheiten und Seuchen angerufen werden. Dem nicht häufig vorkommenden Ciboriumsaltar stehen zwei kunstvolle Seitenaltäre gegenüber, die ebenfalls 1787 angeschafft wurden. Das im Langhaus hängende große Kreuz stammt aus der Zeit des Kirchenbaus. Die Kirche weist noch weitere beachtenswerte Kunstwerke auf.
Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wurde 1978/79 eine gründliche Renovation vorgenommen. In Anpassung an die tatsächlichen Raumbedürfnisse wurde das Kirchenschiff verlängert und gleichzeitig den Erfordernissen des Konzils Rechnung getragen. Das Innere ist durchweg in hellen, lichten Farben gehalten. Mit diesen Stilmitteln wurde der Glanz und die Freundlichkeit der Welt des Barocks erreicht. Neu ist das große, der übrigen Innenausstattung abgepaßte Deckengemälde. Beachtenswert ist die hintere Kartusche, die ein heimatliches Idyll enthält, das auf die ländliche Struktur und die Menschen des Dorfes, unter anderem ist ein Trachtenmädchen dargestellt, hinweist.
Die Kirche ist "Maria Krönung" gewidmet. Das Patrozinium wird alljährlich am 15. August, dem "Tag der Aufnahme Marias in den Himmel" gefeiert. An der Außenfront befindet sich ein altes Missionskreuz aus Holz. Neben dem Haupteingang steht ein weiteres großes, barockes Sandsteinkreuz. Hinter der Kirche wird mit einem Ehrenmal den Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege gedacht. In schlichtem Stil wird 1745 das Katholische Pfarrhaus erbaut, das 1901 generalsaniert wird. Das 1747/48 errichtete Evangelische Pfarrhaus dürfte das älteste profane Gebäude des Dorfes sein.
(Quelle: Hubert Mäntele)

